Projekte im Grünen

Atrium
TEMPORÄRE GESTALTUNG DES ATRIUM

Das Atrium wollen wir temporär als zusätzlichen Aufenthaltsort nutzen. Als klosterähnlicher Innenhof bietet er eine besondere Atmosphäre. Ursprünglich wurde das Atrium zu Zeiten des Ausbildungsbetriebes im Rahmen von Veranstaltungen und Feierlichkeiten als Aufenthaltsort genutzt. Über die Zeit, in der das Rittergut brachlag, entwickelte sich im Atrium eine natürliche Pioniervegetation aus Gehölzen und Wildstauden, die an dem speziellen, kargen Standort zurechtkamen.

Für die temporäre Gestaltung des Atrium wollen wir diesen speziellen Charakter einer Pioniervegetation bewusst in Szene setzen und gleichzeitig das Atrium wieder als Aufenthaltsort erlebbar machen. Dabei sollen nur Materialien zum Einsatz kommen, die einem temporären Charakter entsprechen, vor Ort bereits vorhanden sind oder sehr günstig zu bekommen sind.

Projektlaufzeit: Juni bis Oktober 2014
Projektleitung: Tobias Müller, Landschaftsarchitekt

 


Schafstall 1
MAUERBEGRÜNUNG

Die Begrünung der Mauerreste des alten Schafstalls waren der Auftakt zur Umsetzung des Freiraum-
konzepts auf dem Atmaseva Grundstück, von den Landschaftsarchitekten Tobias Müller und Johannes Jörg (www.johannesjoerg.de).

Der ehemalige Schafstall dient als Bindeglied zwischen den Gebäuden und dem Schlosspark und wird als grünes Gartenzimmer gestaltet. Die Mauerreste erzeugen einen geborgenen Freiraum mit einer großen langgestreckten Rasenfläche, die sich zum Schlosspark hin öffnet. Hier gibt es Raum zum Spielen, kann ein Zeltlager aufschlagen oder abends ums Lagerfeuer sitzen.

An den Fuß des Mauerwerks wurden in gemeinschaftlicher Arbeit rundherum selbstklimmende Kletterpflanzen gesetzt, die den Gartenraum bald in ein üppig blühendes, grünes Zimmer verwandeln werden. Pflanzlöcher wurden ausgehoben, fruchtbare Erde eingefüllt, Kletterhortensien, Wilder Wein und Klettertrompeten behutsam gepflanzt, angedrückt, gegossen und mit einem Segen zu Wachstum, Gedeih und Blüte animiert.
 


 


 

Schafstall 2
HECKENPFLANZUNG

Unter Anleitung von Landschaftsarchitekten und mit Unterstützung des NABU Hohenprießnitz wurde eine 30 Meter lange Wildhecke angelegt, zum nördlichen Abschluss des Ritterguts. Das Projekt war die zweite Maßnahme zur Umgestaltung des ehemaligen Schafstalls als grünes Gartenzimmer. Die großzügige, freiwachsende Hecke aus heimischen Blütensträuchern hat sowohl ökologischen Wert als auch sinnlichen Reiz. Vogelbeere, Hartriegel und Holunder dienen Insekten wie auch Vögeln als Lebensraum und Nahrungsquelle. Verschiedene Wildrosenarten, Schneeball und Traubenkrische erfreuen den Mensch mit ihrem Duft, ihren Blüten und leuchtend roten Früchten.

Nach aufwendiger Entfernung von Betonfundament und Bodenplatten im Untergrund, sowie Bodenaustausch, konnte ein fruchtbarer Nährboden für die Neupflanzung angelegt werden. Die Arbeiten mit der selbstfahrenden Bodenfräse, waren insbesondere bei den jugendlichen Helfern der deutlich beliebteste Arbeitsschritt. Doch auch die Pflanzarbeiten der Gehölze haben bei allen Teilnehmern für eindeutig beglückte Gesichtsausdrücke gesorgt.

 

 


 

Schafstall 3
BAUMPFLANZUNG

Als Zeichen für den Aufbruch und das neue Leben auf dem alten Rittergut wurden fünf junge Bäume auf dem Schafstallgelände gepflanzt. Ziel des Freiraumkonzepts ist eine gute räumliche und atmosphärische Verbindung des Atmaseva-Grundstücks mit dem Schlosspark. Dies gelingt durch gezielte Baumpflanzungen, die den einzigen existierenden Baum auf dem Gelände ergänzen und dem Areal langfristig einen parkartigen Charakter verleihen.

Von der Baumschule wurden stattliche Exemplare geliefert, die nur mit vereinten Kräften an ihren neuen Standort befördert werden konnten. Das Aufrichten und Pflanzen der Gehölze war ein besonderer Moment, der von gemeinsamem Gesang und Segenswünschen aller Helfer begleitet wurde. Getauft wurden die fünf neuen Baumgestalten auf dem Gelände nach den fünf menschlichen Werten Wahrheit, Rechtschaffenheit, Friede, Liebe und Gewaltlosigkeit. Man hat das Gefühl ein jeder Baum steht genau an der richtigen Stelle und man möchte es kaum erwarten, wie die Traubenkirsche, die mehrstämmige Hängebirke, die Gleditsie, der Eschen-Ahorn und die Rotbuche langsam wachsen und mit jedem Jahr an Würde gewinnen.